Vergangene Jahresprojekte

Jahresprojekt 2016

Unterstützung der Ausstellung „Luther im Disput“

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Die Hieronymus-Lotter-Gesellschaft unterstützte mit finanziellen Zuwendungen die Ausstellung „Luther im Disput“, die am 11. April 2017 eröffnet wurde. Sie ist der erste überarbeitete Teil der Ständigen Ausstellung, die in den folgenden Jahren schrittweise überarbeitet und auf den neuesten Stand gebracht wird.

Die Ausstellung rückt die Leipziger Disputation von 1519 zwischen Martin Luther und Johannes Eck als wichtigen Meilenstein der Reformation sowie die wechselvollen Ereignisse bis zum Schmalkaldischen Krieg 1547, der tiefgreifende politische Folgen für Sachsen und das Deutsche Reich hatte, in den Mittelpunkt. Die heute oft schwer verständlichen Inhalte der theologischen Auseinandersetzungen werden den Besuchern auf abwechslungsreiche und lebendige Weise näher gebracht.


Jahresprojekt 2014/2015

Die Hieronymus-Lotter-Gesellschaft finanziert die digitale Einrichtung des Stadtmodells im „Alten Rathaus“

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Das einzigartige Stadtmodell von 1822 im Festsaal des Alten Rathauses ist seit der Eröffnung 1909 ein Glanzstück des Museums von europäischem Rang.

Sein Detailreichtum ergänzt unsere Bildungsarbeit außerordentlich, präsentiert es doch Themen wie Stadtentwicklung, Architektur oder die Lebensbedingungen kurz vor Beginn der Industrialisierung. In vielen Fragen der Denkmalpflege ist es die einzige Referenz.

Zum Stadtjubiläum 2015 wurde das Modell überarbeitet. Zur besseren inhaltlichen Erschließung wurden über ein Leuchtensystem in der Decke wichtige Gebäude mit Strahlern markiert und ausgeleuchtet, ohne in das historische Modell einzugreifen. Der Besucher hat darüber hinaus die Möglichkeit, detaillierte Geschichten zu einzelnen Gebäuden, Straßen oder dem Ausbau Leipzigs in verschiedenen Jahrhunderten abzurufen.


Jahresprojekt 2012/2013

Ankauf von Bildern des Bauhausfotografen Albert Hennig

In der Speiseanstalt, Münzgasse Leipzig, 1928
In der Speiseanstalt, Münzgasse Leipzig, 1928
Kinder der Straße, Leipzig, Seeburgviertel,1928
Kinder der Straße, Leipzig, Seeburgviertel,1928
Wahldemonstration der KPD, Leipzig 1932
Wahldemonstration der KPD, Leipzig 1932

Albert Hennig gilt als der bedeutendste sozialkritische Fotograf seiner Zeit in Sachsen.

Albert Hennig wird 1907 in Leipzig geboren. Der Künstler stammt aus der Bauhaus-Tradition und wird der Gruppe „Die verschollene Generation“ zugeordnet. Er gilt als einer der letzten Künstler, dessen Werk noch direkt in der Bauhaus-Idee verwurzelt ist. Bereits in den 20er Jahren, bis zur Schließung des Bauhauses 1933, beschäftigt er sich intensiv mit der Fotografie. Seine Lehrer in Dessau und Berlin waren u.a. Peterhans, Schleper, Schmidt, Kandinsky und Mies von der Rohe, sie werden zum wichtigen Nährboden in seiner künstlerischen Entwicklung. Seine Werke spiegeln darüber hinaus eine geistige Verwandtschaft zu einem der großen Vorreiter des Bauhauses, Paul Klee, wieder.

Er wird 1934 bis 1945 als Bauarbeiter dienstverpflichtet und arbeitet nach dem Krieg ab 1945 als Gründungsmitglied der Gruppe „Bildender Künstler“ im Zwickauer Kulturbund mit. 1952 sieht er sich gezwungen, sich von der einseitigen SED-Kulturpolitik zu distanzieren und arbeitet bis 1972 als Betonbauer. Ab diesem Zeitpunkt widmet er sich vollends der Malerei.

Im Jahr 1976 ehrt man ihn anlässlich der Eröffnung des Bauhauses, 1991 erhält er den Max-Pechstein-Preis und letztlich 1996 das Bundesverdienstkreuz.“


Jahresprojekt 2011/2012

Schloß Rheinfels bei St. Goar, Aquarellzeichnung von Felix Mendelssohn Bartholdy für Marie Mendelssohn
Schloß Rheinfels bei St. Goar, Aquarellzeichnung von Felix Mendelssohn Bartholdy für Marie Mendelssohn
Bleistiftzeichnung von Felix Mendelssohn Bartholdy, die ihn selbst einmal beim Dirigieren, einmal krank auf dem Sofa zeigt
Bleistiftzeichnung von Felix Mendelssohn Bartholdy

2011 konnte das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig  die weltweit bedeutendste Privatsammlung zu Leben und Werk Felix Mendelssohn Bartholdys erwerben. Unterstützt wurde der Ankauf durch die Kulturstiftung der Länder, die Hieronymus-Lotter-Gesellschaft e.V., die Sächsische Landesstelle für Museumswesen sowie die Mercedes-Benz-Niederlassung Leipzig.

Der Nestor der deutschen Mendelssohn-Forschung, Dr. Rudolf Elvers, hatte über viele Jahrzehnte zum Komponisten und Dirigenten Felix Mendelssohn Bartholdy gesammelt. Seine Sammlung umfasst über 1000 Objekte, handschriftliche Quellen, Zeichnungen, Erstdrucke und Bücher, darunter sieben autographe Albumblätter und Kompositionsfragmente, 87 handschriftliche, zum Teil unveröffentlichte Briefe von Mendelssohn sowie über 200 Autographe aus dem familiären oder sozialen Umfeld des Komponisten.


Jahresprojekt 2010/2011

af6e5febddBildnis Bertha Wehnert-Beckmann

C. Grünewald, Öl auf Leinwand, Leipzig, 1858

Bertha Wehnert-Beckmann (* 25.01.1815 in Cottbus; † 6.12.1901 in Leipzig) war eine deutsche Fotografin. Sie war 1843 die erste Berufsfotografin Deutschlands, die ihr eigenes Fotoatelier eröffnete.

Bertha Beckmann wurde 1815 in Cottbus geboren und lebte ab 1839 in Dresden. Sie lernte ein Jahr später ihren Mann kennen, der ihr die Daguerreotypie beibrachte. Sie heiratete 1845 und bekam im selben Jahr eine offizielle Gewerbeerlaubnis vom Rat der Stadt Leipzig ausgestellt. In der Folgezeit eröffnete sie ein Fotoatelier auf der Burgstraße in Leipzig. Zwei Jahre später verstarb ihr Mann und sie führte das Geschäft allein weiter. Von 1849 bis 1851 unternahm sie eine Bildungsreise durch die USA und eröffnete anschließend ein Atelier in New York. Dort wurde ihr auch vom „American Institute in New York“ ein „Diplom für besondere Verdienste um die Porträtphotographie“ verliehen. Nach ihrer Rückkehr 1866 nach Leipzig eröffnete sie auf einem Grundstück am Elstermühlgraben in der Elsterstraße 38 ein neues Atelier. In den nächsten Jahren wurde sie zu einer der anerkanntesten Porträtfotografinnen.


Jahresprojekt 2008/2009

Frau_Kramermeister_Kunze_1Bildnis der Frau Kramermeister Kunze mit ihrem Sohn

Anton Graff, Öl auf Leinwand, um 1800

Anton Graff war einer der  gefragtesten deutschen Porträtmaler der Zeit um 1800. Seine unprätentiöse Art der Charakterisierung von Personen eröffnete eine neue Dimension der Porträtmalerei.

Das noch nie ausgestellte Gemälde der Frau des Leipziger Kramermeisters Kunze mit ihrem Sohn gehört zu den in der Öffentlichkeit unbekannten Beispielen seiner Kunst, zugleich aber auch zu den besonders herausragenden Stücken der Gemäldesammlung des Museums.