Sie sind recht herzlich eingeladen!
Eva Meitner präsentiert nordische Klangwelten auf dem Klavier:
Edvard Grieg, Lyrische Stücke
(Norwegisch, Walzer, Elfentanz, Melodie, Wächterlied)
Agathe Backer Grøndahl, Fantasiestücke op. 39
(Souvenir, Lied der Rosen, Vogelgesang im Winter, Altmodisch)
Agathe Backer Grøndahl, Im Blauberg op. 44 – Märchensuite
(Nacht, In den Trollhallen, Das Lied des Berggefangenen, Tanz der Trolle)
Johannes Brahms, Zwei Rhapsodien op. 79
Edvard Grieg und Agathe Backer Grøndahl zählen zu den wichtigsten und berühmtesten Komponisten Norwegens. Ihre Werke repräsentieren einen meisterhaften Höhepunkt skandinavischer Musik, die durch folkloristisches Kolorit, eine sehr besondere Klangfarbe sowie einer tiefen Verwurzelung in der nordischen Sagenwelt gekennzeichnet ist.
Bei den insgesamt 66 Lyrischen Stücken handelt es sich um die wohl bekanntesten Klavierwerke Griegs, welche sich damals wie heute außerordentlich großer Beliebtheit erfreuten. Für dieses Konzert wurden fünf Stücke ausgesucht, die sowohl den nordischen Klang als auch die Sagenwelt erlebbar machen.
Zu Lebzeiten war Agathe Backer Grøndahl eine gefeierte Klaviervirtuosin und Komponistin, deren Werke seit kurzem zu Recht wiederentdeckt werden. Der Leipziger Peters Verlag, mit dem Grieg eng verbunden war, hat 2024 ihre Fantasiestücke op. 39 sowie die Märchensuite Im Blauberg op. 44 neu herausgegeben. All diese Fantasiestücke zeichnen sich durch eine große Originalität und Klangschönheit aus. Für dieses Konzert wurden vier Stücke ausgewählt, die sowohl Natureindrücke als auch das Thema Erinnerung beinhalten.
Bei der Blauberg Suite handelt es sich um ein Werk, das mit großer Expressivität zu einer Fantasiereise in die nordische Welt der Mythen einlädt. Dabei wird die volle Klaviatur des Instruments verwendet: Man hört die düsteren Klänge der Nacht, zauberhaftes Glitzern, polternde Trolle und sogar eine magische – laut Sage – selbstspielende Trollharfe.
Johannes Brahms berühmte zwei Rhapsodien op. 79 runden das Programm ab. Auch wenn dieser Komponist nicht aus Skandinavien stammt, so handelt es sich immerhin um einen, wenn nicht „den“ Komponisten Norddeutschlands, dessen Musik bisweilen gerne „herb“ und „nordisch-versponnen“ genannt wird. Tatsächlich fügen sich seine beiden Rhapsodien klanglich perfekt in dieses Programm ein, da das tiefe, dunkle Timbre sowie die unheimlich-dämonische Dramatik die zuvor gehörte Stimmung der Blauberg Suite ideal ergänzen.
Der gesamte Erlös dieses Benefizkonzerts kommt dem Stadtgeschichtlichen Museum für seine Neugestaltung der Präsentation des Ringes der Katharina von Bora zu Gute.
